1955

Eintrag im Wehrleitertagebuch:  

Im Januar wurde die Jugendgruppe unter der Leitung von Löschgruppenführer F. Bährecke gegründet.

1956

Eintrag im Wehrleitertagebuch:  

Im Frühjahr starker Eisgang auf der Bode. Die Feuerwehr wurde zum Schutze der Brücke eingesetzt.

1957

Eintrag im Wehrleitertagebuch:  

Erhielt die Freiwillige Feuerwehr neue Mützen. Beschafft durch den Rat der Gemeinde.

1958

Anhand der erhalten gebliebenen Exemplare des Kameraden Erich Steinbeck (†) kann sehr schön gezeigt werden, wie sich die Bekleidungs- und Ausrüstungssituation von Feuerwehren nach 1945 darstellte. Nach der Gründung des Spielmannszuges der Freiwilligen Feuerwehr Hordorf im Jahre 1958 trug der Kamerad Steinbeck die hier gezeigten Ausrüstungs- und Bleidungstücke weiter bis in die 1960er Jahre hinein. 

Ausgangsjacke

für Details bitte das Bild anklicken   

Bei dieser Jacke kann man sehr gut erkennen, dass die vorhandenen Jacken bzw. Schnittmuster aus dem Zeitraum 1934 bis 1945 weiter genutzt wurden. Im Gegensatz zur ursprünglichen Form (bis zum Hals geschlossen) hatte man diese Jacke als eine mit Revers neugefertigt. Ebenso entfielen die Stulpen an den Ärmeln.    

 

Schirmmütze

für Details bitte das Bild anklicken    

Diese Schirmmütze gehört mit zu den 1931 bei der Firma Klaus in Halberstadt erworbenen Posten. Anhand der Nr.12 lässt sich hier der Kamerad Hermann Veckenstedt als erster Träger dieser Mütze feststellen. Die dargestellte Ausführung entspricht, wie bei der Mütze Nr. 24, auch wieder der aus dem Zeitraum von 1947 bis 1952. Es ist zu vermuten, dass diese Ausführungen noch nach 1952 weiter aufgetragen wurden. 

 

Feuerwehrhelm

für Details bitte das Bild anklicken   

Neben dem Helm des Kameraden Wöbbecke zählt auch dieser zu den 30 Helmen, die 1947 bei den Eisenhüttenwerken in Thale erworben wurden. Charakteristisch ist der flache Übergang vom Vorder- zum Seitenschirm und auch das Firmenlogo, das von dem EHW Thale nach 1945 verwendet wurde.  

 

Lederkoppel

für Details bitte das Bild anklicken   

Das bereits bei der Wehrmacht getragene Koppel wurde nach der Entfernung des Hakenkreuzes weiter aufgetragen.          

 

Trommelhaken

für Details bitte das Bild anklicken 

Preußischer Adler mit Krone aus Messing gefertigt mit Lederschlaufe. Die Variante mit Krone wurde bis 1918 hergestellt. Die gut 100 Jahre alten Trommelhaken stammen aller Voraussicht nach noch von dem Spielmannszug des Hordorfer Schützenvereins, der 1939 aufgelöst wurde. Sie werden bis heute von den Trommlern des Spielmannszuges der Feuerwehr weiter getragen.  

 

Einträge im Wehrleitertagebuch:   

wurde die alte Motorspritze durch eine Überholte ersetzt.   

Am 24.August abends 2145 G-Wagen-Brand auf dem Bahnhof. Da die Motorspritze in Magdeburg war, rückte die Freiwillige Feuerwehr mit der Handdruckspritze aus. Die Freiwillige Feuerwehr Oschersleben wurde zur Verstärkung angefordert.            

Im Dezember 1958 und ……….  

1959

Einträge im Wehrleitertagebuch: (mit Fortsetzung von 1958)   

………. Januar 1959 wurde durch den Kollegen Achilles 6 Abende Unterricht über „Erste Hilfe“ gegeben.   

Am 14. Februar 1959 wurde im neu renovierten Saal der Gemeinde (Lehrling) das 65jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr gefeiert. An diesem Abend sprach, fast 82jährig, der ehemalige Brandmeister Karl Wiese zu den Anwesenden herzliche Worte. Der Abend verlief in bester Stimmung.   

Am 27. Februar erster Übungsabend für den Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr.   

26.6.59 Feuerlöschübung im Zuge des Katastrophen- Löschzuges in Hornhausen. Die Freiwillige Feuerwehr Hordorf gilt als eine der besten Wehren im Kreis Oschersleben.   

Das Statut der Freiwilligen Feuerwehr wird verkündet und danach die Feuerwehr neu zusammen gestellt. Die Wehrleitung bleibt im wesentlichen bestehen, nur der Kamerad Hubert Heinisch wird als Zugführer eingesetzt und der Kamerad Franz Tobisch als Gruppenführer.   

Zum Tag der Republik (10jähriges Bestehen der DDR) erstmaliges Auftreten des Spielmannzuges, es klappt gut. Es werden drei Kameraden mit der Medaille für 25 Jahre ausgezeichnet und 15 Kameraden mit der Medaille für 10 Jahre Treue Dienste in der Feuerwehr ausgezeichnet.   

Am 16.10.1959 Brand bei Franz Richard (G. Eppert) […] Früh um 9.00 Uhr. Ursache: Achtlos weggeworfene Zigarette. Der Einsatz der F. F. war gut […] Vom ersten Alarmton bis zum ersten Wassertropfen dauerte [...] 8 Minuten. Der Schadensumfang betrug […] 500,00 DM. Es brannte das Zimmer des Wirtschaftsgehilfen Gerald Kluge.  

 

Auszüge aus einem Antrag von Auszeichnungen für 10- bzw. 25-jährige Dienstzeiten in der Freiwilligen Feuerwehr, vom 21.08.1959: 

2. August Steinbeck (Silbermedaille für 25 Jahre)                                                
Angehöriger der Wehr seit 01.07.1934.                                 
Rentner. […]                                 
Gerätewart. […]                                 
Zuständig für die Einteilung                                  
der Kinowachen der Wehr. 

4. Andreas Bestehorn (Medaille für 10 Jahre)                             
Angehöriger der Wehr seit 01.01.1938.                            
Genossenschaftsbauer. 
Stellv. Wehrleiter. […]   

7. Karl Wöbbecke (Medaille für 10 Jahre)                             
Angehöriger der Wehr seit 01.08.1947. […]                             
Angestellter im RAW Halberstadt. [..] 
Seit 1950 tätig als stellv. Wehrleiter. 
Ab 1952 Wehrleiter. […] 
Derselbe gründete als einer der ersten im 
Kreisgebiet eine Gruppe der Jugendwehr. […]   

9. Fritz Bährecke   (Medaille für 10 Jahre)                                       
Angehöriger der Wehr seit 01.08.1947. […]                                      
Genossenschaftsbauer und Feldbaubrigadier. […]                                      
Löschgruppenführer seit 1955. […]          


Der Versatz von 2 Jahren (1947), 11 Jahren (1938) und einzig passende Zeitraum von 25 Jahren (1934) der gezeigten Beispiele begründen sich nicht in Versäumnissen der Wehrleiter und anderer Vorgesetzter, sondern in der Tatsache, dass die Medaillen für treue Dienste in der Freiwilligen Feuerwehr in der DDR erst am 22.01.1959 gestiftet wurden. Somit konnten diese Auszeichnungen frühestens im Laufe des Jahres 1959 beantragt werden.          

1960

Eintrag im Wehrleitertagebuch:           

Am 1.12.1960 scheiden die beiden Kameraden Andreas Bestehorn und Heinrich Wiese, sowie August Steinbeck Aus dem aktiven Dienst der Wehr aus. Für den ausge- schiedenen stellvertretenden Wehrleiter A. Bestehorn wird der Kamerad K. Hickmann eingesetzt.

1961

Einträge im Wehrleitertagebuch:           

Am 8.1.1961 […] Früh um 350 Uhr wird die Wehr alarmiert zum Balkenbrand im Hause von Karheinz Herzog. Trotzdem die Sirene nicht in Ordnung war, klappte der Einsatz gut. Der Brand konnte auf seinen Herd beschränkt und gelöscht werden.         
Ursache: Falsche Rohrführung vom Ofen zum Schornstein. Schaden: Etwa 100,00 DM.  

Am 11.2.1961 Kameradschaftsabend bei Reinhards. Stimmung gut.  

17.9.1961 Tag der Volkswahlen
Der Spielmannzug weckte im Dorfe.
Mittags um 1245 Brand bei E. Wegener. Es brennen Scheune und Stall. Eingesetzt waren Freiwillige Feuerwehr Hordorf, Freiwillige Feuerwehr Oschersleben mit dem Tank- Löschfahrzeug und 1 Gruppe mit der TS8. Weiter, die Freiwillige Feuerwehr Krottorf […] war alarmiert aber nicht eingesetzt.

1961 am 1. Weihnachtstag öffentliches Vergnügen […] trotz Tombola kommen wir nicht zurecht, es sind im ganzen nur 160 Karten verkauft.      

1964

Auszug aus dem Rechenschaftsbericht vom 21.Januar 1964: 

Nun noch einiges zu unserem stets spielfreudigen Spielmannszuges der Freiw. Feuerwehr Hordorf. Durch ständige Übungsstunden unter der Leitung des Kameraden Karl Wöbbecke gelang es, das Beherrschen der Musikinstrumente durch diese Kameraden zu verbessern. Unser Spielmannszug ist bereits in den Nachbargemeinden gut bekannt und immer gern gesehen, wenn es gilt, zu bestimmten feierlichen Anlässen aufzuspielen.

 

1983

Ein kurzer aber heftiger Gewittersturm am 1. August

Durch den orkanartigen Sturm stürzten Bäume um. Sie wurden teilweise regelrecht aus der Erde gedreht. Innerhalb von 10 Minuten glich Hordorf einem Schlachtfeld.  

Die im Laufe der Jahre gemachten Fortschritte gaben auch die Grundlage zu einer immer besseren und moderneren Technik bei den Feuerwehrgeräten. Zur Fahrzeugausrüstung gehörten jetzt auch ganz selbstverständliche Atemschutzgeräte, Sauerstoff- und Druckluftflaschen und andere lebenswichtige Gerätschaften. Auch die Regeln waren strenger geworden. Die Feuerwehrleute mussten an zahlreichen Kursen und Schulungen teilnehmen, um die Technik zu beherrschen. Als Wehrleiter durfte nur eingesetzt werden, wer über die vorgeschriebene Ausbildung verfügte. Aber nach wie vor ist der Bürgermeister der oberste Dienstherr der Feuerwehr.

1984 - 90 Jahre Freiwillige Feuerwehr Hordorf

Die Hordorfer Feuerwehr verfügt über eine moderne Ausrüstung. Ihr Gerätehaus errichteten die Mitglieder im freiwilligen Einsatz.

 

Umzug zum neuen Gerätehaus

Ankunft am Gerätehaus

V. l. n. r.: vermutl. Magret Gebel, Margit Oberlein. Rosel Buch, ?, Karl-Heinz Pomme (gebeugt) und im Vordergrund Wehrleiter Karl-Heinz Wöbbecke. Im Hintergrund erkennt man noch die ehemalige Molkerei (heute teilabgerissen und als Wohnraum genutzt)
Der voll beladene TSA wird u. a. von den Kameraden Ernst Breße (im Vordergrund) und Dietmar Steinbeck (im Hintergrund) in das Gerätehaus geschoben.

Termine


Brandschutztipp des Monats

Richtiges Verhalten im Brandfall

Jährlich sterben in der Bundesrepublik etwa 600 Menschen an Folgen von Verbrennungen oder ersticken im Brandrauch, 6000 werden dadurch verletzt. Ein Großteil dieser schlimmen Ereignisse entsteht durch Unachtsamkeit und wird oft...

weiterlesen


Blutspende-Termine

Aktuelle Blutspendetermine in
Oschersleben..


Wetterwarnung

Für den Inhalt dieser Seite ist der Adobe Flash Player erforderlich.

Adobe Flash Player herunterladen